Das bin ich!

Mir geht es wie jedem Fünften in Deutschland, ich habe einen „Migrationshintergrund“. Ich war dreizehn Jahre alt, als meine Familie den Iran verließ, um in Frankfurt am Main ein neues Leben zu beginnen.

Einige Jahre später erwachte mein Interesse für Politik. Ich schaute mich um, besuchte Treffen von SPD und Grünen. Bei der SPD wurde ich gleich gefragt: „Wo kommst du her?“. Bei den Grünen stellt man mir diese Frage nicht, es war nicht wichtig. Das beeindruckte mich, also blieb ich.

Aktuelles

Die fünfte und die sechste Kolonne Moskaus haben heute im Landtag von Sachsen-Anhalt gemeinsam Putins Wunschzettel beschlossen. Das ist keine Friedenspolitik. Das ist eine maximale Täter-Opfer-Umkehr und geht voll gegen unsere nationalen Sicherheitsinteressen.

Ich zolle Bärbel Bas meine Hochachtung für ihre Arbeit und ihre Entscheidung.
Eine persönliche Entscheidung, die deutlich macht, dass wir alle menschlich miteinander umgehen müssen.
Ich halte es für ein Gebot des Anstands, dies zu respektieren.

Vor dieser Frau kann man sich nur verneigen. Ich durfte Gisèle Pelicot auf der Frankfurter Buchmesse treffen. Eine Frau, die Unvorstellbares erlitten hat und doch öffentlich darüber sprach. Die sich weigerte, die Scham der Täter zu tragen. Die mit ihrem Mut Millionen bewegt hat.

Der Fall Hanning zeigt, wie sensibel private Beratungsjobs ehemaliger Geheimdienstspitzen sind. Die Regierung sollte Anschlussjobs prüfen und Lobbytätigkeiten im Sicherheitsbereich nach dem Amt untersagen.

Drei Jahre nach dem Terrorangriff auf Israel erinnern wir an die Opfer und das Leid ihrer Angehörigen.
In einer Zeit, in der Antisemitismus in Deutschland stark zunimmt, bleibt unsere Verantwortung: Jüdisches Leben schützen und Antisemitismus entschieden entgegentreten.

Es ist geschehen. Die in Sachsen-Anhalt eingreifen können, müssen das jetzt tun, sonst folgt einem Tabubruch ein noch größerer. Gegen die Feinde der Demokratie stehen wir vereint, oder wir stehen gar nicht mehr. Ich sehe die Geschichte vor mir – so, wie sie war.

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