Presidential candidate Luis Arce of the Movement to Socialism party (MAS) reacts next to vice presidential candidate David Choquehuanca, who wears a protective face mask, after addressing the media during the presidential election in La Paz, Bolivia, October 19, 2020. REUTERS/Ueslei Marcelino

Bolivien: Erfreuliches Ende der Übergangszeit – Bundesregierung muss Unterstützung anbieten

Meine Pressemitteilung vom 19.10.2020 zu den Präsidentschaftswahlen in Bolivien.

Der friedliche Ablauf wie auch das voraussichtliche Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in Bolivien deuten ein erfreuliches Ende der Übergangszeit an. Nachdem auch die konservative Interimspräsidentin Jeanine Añez dem linksgerichteten Kandidat Luis Arce bereits zum Wahlsieg gratuliert hat, scheint es als könne in Bolivien nun die verfassungsgemäße Ordnung endlich wieder in Kraft treten.

Arce stehen gewaltige Herausforderungen bevor. Er muss nicht nur einer grassierenden Pandemie mit sehr überdurchschnittlichen Mortalitätsraten begegnen. Auch die Wiederherstellung der sozialen Errungenschaften und der Minderheitenrechte, die in der Übergangszeit teilweise zurückgedreht worden sind, wird nun hohe Priorität haben müssen. Zudem ist an den Wahlsieger die Erwartung geknüpft, das mittlerweile stark polarisierte Land wieder zu versöhnen.

Die Bundesregierung muss Arce nun Unterstützung anbieten. Gerade in Zeiten der Pandemie sollte nicht Gerd Müllers Schwenk weg von Lateinamerika das Deutschland-Bild vor Ort bestimmen, sondern der richtige Gedanke der mittlerweile versandeten Lateinamerika-Initiative des Auswärtigen Amtes.

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