A member of the Organization for Security and Co-operation in Europe (OSCE) monitors the withdrawal of tanks of the self-proclaimed Luhansk People's Republic (LNR) forces, in the town of Stakhanov in Luhansk region, Ukraine, October 20, 2015. REUTERS/Alexander Ermochenko - RTS5AHC

Ecuador droht Rechtsruck

Meine Pressemitteilung vom 12.04.2021 zur Präsidentschaftswahl in Ecuador.

In der Präsidentschaftswahl am Sonntag setzte sich knapp der reaktionäre Geschäftsmann Guillermo Lasso gegen den linken Kandidaten Andrés Arauz durch. Die Wahl galt als Richtungsentscheidung. Ecuador steckt aufgrund des Ölpreisverfalls und der Pandemie in einer tiefen Wirtschaftskrise. Das Land ist hoch verschuldet.

Der neu gewählte Präsident Guillermo Lasso steht für reaktionäre Werte. Seine Wahl sehen wir mit großer Besorgnis. Er spricht sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und jede Lockerung des Abtreibungsverbots aus. Zu seinen Wahlversprechen zählt auch die Ausweitung der Ölförderung im Amazonasgebiet. Der Raub indigener Landflächen und weitere Regenwaldrodungen zum Zweck der Ölförderung müssen unbedingt vermieden werden.

Die Bundesregierung muss daher ihren Einfluss auf allen Ebenen für den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt einsetzen – auf diplomatischem Wege und im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Sie muss zudem ihren Dialog mit der ecuadorianischen Zivilgesellschaft und den Indigenenorganisationen vertiefen. Denn die Klimakrise darf nicht weiter verschärft werden, die Rechte Indigener nicht weiter verletzt werden.

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