Frieden & Eintracht international

Diese Woche startet mein neuer Außenpolitikpodcast: „Frieden & Eintracht international mit mir: Omid Nouripour. 

Als Außenpolitiker im Bundestag, bin ich regelmäßig im Austausch mit spannenden Menschen aus der ganzen Welt. Immer wieder begleitet uns die Frage: Wie kann Frieden & Eintracht international einkehren? Genau für diese Frage lade ich regelmäßig Journalisten, Politiker, Experten und Aktivisten, von überall her, in meinen Podcast ein und frage sie nach der aktuellen Lage.  In diesem Podcast wird es um internationale Beziehungen gehen und er hilft mir und hoffentlich auch euch einen Durchblick durch die Verflechtung dieser Welt zu bekommen.

Folge 23: Präsidentschaftswahl im Iran mit Katharina Willinger

Diesmal im Gespräch mit Katharina Willinger, Fernsehjournalisitin und Reporterin mit dem Schwerpunkt auf die MENA-Region. Sie arbeitet als ARD-Korrespondentin in Istanbul und leitet das Studio-Büro in Teheran.  Mit ihr habe ich über die im Juni anstehenden Präsidentschaftswahl im Iran und wie sich die Corona-Pandemie auf die Wahl auswirkt gesprochen.  Wer im Iran antreten darf, wird vorab von einem konservativen Gremium bestimmt. Zurzeit scheint die besten Chancen auf den Wahlsieg ein Hardliner zu haben – auch weil viele gar nicht wählen wollen.  Laut „Umfragen“ wollen nur 31 Prozent zur Wahl gehen, was nicht nur an der aktuell grassierenden Pandemie im Iran liegt. Denn nach jahrelangen Rückschlägen und Repressionen ist die gut gebildete Jugend und die Mittelschicht in innerer Migration. Viele haben abgeschlossen mit den bestehenden Verhältnissen.

Folge 22: Die Erben der Arisierung mit Armin H. Flesch

Diesmal im Gespräch mit dem Journalisten Armin Flesch über „Die Erben der Arisierung“.  Wir haben über den Umgang heutiger Eigentümer*innen mittelständischer Familienunternehmen mit der NS-Vergangenheit ihrer Firmen und Familien gesprochen. Erinnerung und Wahrhaftigkeit sind von zentraler Bedeutung in einer Zeit, in der antisemitische Ressentiments zunehmen und bei Umfragen mehr als 50 Prozent der Befragten mit dem Begriff Auschwitz nichts anzufangen wissen. Zum Erinnern an die Zeit des Nationalsozialismus gehört auch die Aufarbeitung eines vergleichsweise wenig beachteten, aber bis heute nachwirkenden Verbrechens: Die „Arisierung“ genannte Enteignung der deutschen und europäischen Jüd*innen. Wir haben im Podcast über folgende Fragen diskutiert: Wer profitierte vom legalisierten Raub und Mord an Jüd*innen? Welche Bedeutung hat die „Arisierung“ für das Verständnis des Holocaust und der deutschen Gesellschaft vor und nach 1945 und welche konkreten Auswirkungen hat sie bis heute? Armin Flesch hat neben seiner unglaublich wertvollen Arbeit, die man auf seiner Webseite (arminhflesch.de) nachsehen kann, einige Bücher und Filme im Podcast empfohlen:

– Das Buch Alice: Wie die Nazis das Kochbuch meiner Großmutter raubten – Buch von Karina Urbach

– ‚Vor Aller Augen‘: Die Deportation Der Juden und Die Versteigerung Ihres Eigentums : Fotografien Aus Lörrach 1940

– „Menschliches Versagen“ – Film von Regisseur Prof. Dr. Michael Verhoeven

Außerdem noch eine Buchempfehlung von mir:

– Dirty Entanglements: Corruption, Crime, and Terrorism – Buch von Louise Shelley

Folge 21: Tigray-Konflikt mit Mehret Haile

Diesmal im Gespräch mit Mehret Haile, Ernährungsspezialist und internationale Projektleiterin. Unteranderem hat sie im Auftrag der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) mehrere Jahre in Tigray als Entwicklungsberaterin gearbeitet und begleitet bis heute intensiv die Situation in ihrem Herkunftsland Äthiopien.

Mit ihr habe ich über die katastrophale humanitäre Lage der äthiopischen Tigray-Region und über die Situation der über eine Million Menschen, die aufgrund der bewaffneten Konflikte vor Ort auf der Flucht sind, geredet. Mehret betont, wie dringend notwendig jetzt humanitäre Hilfe für die gesamte Region aber auch für die Menschen auf der Flucht ist und stellt klar, dass ohne eine sofortige Waffenruhe, keine Befriedungsdialoge und unabhängige Untersuchungen des Konfliktes möglich sind. 

Folge 20: Deutsch-Russische Beziehungen mit Rüdiger von Fritsch - Botschafter außer Dienst

Diesmal im Gespräch mit Rüdiger von Fritsch, Botschafter außer Dienst, zuletzt bis 2019 Botschafter Deutschlands in Russland und Autor. Mit ihm habe ich über seine Arbeit in Russland und sein damit entstandenem Buch „Russlands Weg: Als Botschafter in Moskau“ geredet. Die Annexion der Krim ist gerade vollzogen, als Rüdiger von Fritsch seine Arbeit als Botschafter in Moskau aufnimmt. Danach geht es Schlag auf Schlag: Donbas, Abschuss von MH17, Syrien, Skripal. Trotz russischer Aggressionen sieht von Fritsch zu guten deutsch-russischen Beziehungen keine Alternative – und setzt konsequent auf Entschlossenheit und die Stärke der Diplomatie: den Dialog. Fünf Jahre stand er als Botschafter im oft schwierigen Austausch mit den Machthabern in Russland – und hat dabei Haltung bewahrt.

Folge 19: Jüdisches Museum Frankfurt mit Mirjam Wenzel

Diesmal im Gespräch mit Prof. Dr. Mirjam Wenzel, Literaturwissenschaftlerin und seit 2016 Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt.  Mit ihr habe ich über die Neueröffnung des Jüdischen Museums Frankfurt im Oktober 2020 nach rund fünf Jahren Bauzeit und die erschwerten Bedingungen auf Grund der Corona-Pandemie geredet. Im neuen Rothschild-Palais wird die Geschichte jüdischen Lebens von der Aufklärung und Emanzipation bis zur Gegenwart in Frankfurt erzählt. Mirjam Wenzel erzählt, dass das Team des Jüdischen Museums schon lange die Eröffnung des sanierten Rothschild-Palais mit einer Dauerausstellung auf drei Etagen sowie des Lichtbaus von „staab Architekten“ mit öffentlicher Bibliothek, einem Deli, einem Museumsshop und der ersten Wechselausstellung „Die weibliche Seite Gottes“ vorbereitet hat. Ich hatte das Glück, ein bisschen was von der unglaublich gelungenen Neueröffnung vor dem Lockdown zu sehen und kann jeder und jedem nur eindringlich einen Besuch nach dem Lockdown empfehlen.

Folge 18: Diplomats of Color mit Tiaji Sio

Diesmal im Gespräch mit Tiaji Sio, Gründerin des Netzwerks Diplomats of Color. Die gebürtige Frankfurterin, die derzeit bei der deutschen Botschaft in Vietnam arbeitet, möchte mehr Menschen mit Migrationsgeschichte, Schwarze Menschen und People of Color in ihren Berufszweig integrieren. Für ihren Einsatz wurde sie mit einem Platz auf der „Forbes 30 unter 30 Liste“ aus dem Jahr 2020 ausgezeichnet. Tiaji Sio erklärt, dass „Diplomats of Color“ die erste Interessenvertretung und das mittlerweile größte Diversitäts-Netzwerk innerhalb der Bundesverwaltung ist. Sie treiben im Auswärtigen Dienst und darüber hinaus den Antirassismus-Diskurs voran und fordern eine stärkere Repräsentation von BIPoC in Politik und Verwaltung. Das Ziel von „Diplomats of Color“ ist es außerdem sich für eine kritische Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit des Auswärtigen Amtes einzusetzen. Mit der Übernahme von historischer Verantwortung des Auswärtigen Amts, möchten sie dazu beitragen, dass auch in der Gegenwart (post-)koloniale und rassistische Strukturen erkannt, aufgebrochen und verändert werden.

Folge 17: "Zwischen den Welten" Buch von Natalie Amiri

Diesmal im Gespräch mit Natalie Amiri, Autorien, Journalistin, Fernsehmoderatorin des Weltspiegel und BR-Europa-Magazin euroblick und ehemalige Leiterin des ARD-Studio in Teheran. Mit ihr habe ich über heute erscheinendes Buch „Zwischen den Welten: Von Macht und Ohnmacht im Iran“ geredet.  Amiri sagt: „Ich möchte den Menschen im Iran eine Stimme geben.“ und stellt sich in ihrem Buch viele Fragen zum politischen und zivilgesellschaftlichen Geschähen im Iran. Was macht man, wenn man auf einer Recherchereise im iranischen Gebirge nicht tanken kann, weil das Benzin aufgrund westlicher Sanktionen knapp ist? Oder wenn man eine vermeintlich zu kurze Hose trägt und die Strafe darauf lautet, in ein Fass mit schwarzer Farbe steigen zu müssen? Und warum reiste Amiri trotz aller Warnungen immer wieder in den Iran und nahm dabei höchste persönliche Risiken in Kauf? All diese Fragen beantwortet sie in ihrem neuem Buch und gibt damit den Menschen im Iran eine Stimme, um über den Alltag in einem Land zwischen verbotenen Partys und Sanktionen zu berichten. Von Lehrern bis zu Drogenabhängigen, vom Revolutionsführer Khamenei bis zum ersten weiblichen Fußballstar des Iran – Natalie Amiri lässt sie zu Wort kommen und zeigt uns die unerwarteten Facetten der muslimischen Republik Iran.

Folge 16: Nukleare Teilhabe mit Dr. Pia Fuhrhop

Diesmal im Gespräch mit Dr. Pia Fuhrhop, Leiterin des Berliner Büros des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH). Mit ihr habe ich über das in Kraft treten des Atomwaffenverbotsvertrag am 22. Januar.2021 und was das für Deutschland bedeutet geredet. 51. Staaten haben sich den Vertrag unterzeichnet aber unteranderem alle Atommächte und Deutschland, als Unterstützer des „nuklearen Teilhabe“- Konzepts der NATO, fehlen.  Dr. Pia Fuhrhop erklärt, dass die sogenannte „nukleare Teilhabe“ ein Konzept der NATO ist, das während des Kalten Kriegs entwickelt wurde. Die USA wollte damit ihre Sicherheitsgarantien für Westeuropa unterstreichen und die Westeuropäer, u.a. Deutschland, erhofften sich Mitsprache bei der nuklear-militärischen Planung. Seitdem hält die Bundeswehr Kampfjets bereit, die in der Lage sind, amerikanische Atombomben zu transportieren und im Ernstfall auch abzuwerfen.  Mit der Ratifizierung des Atomwaffenverbotsvertrags und dem Fehlen von Deutschland, ist es uns wichtig das NATO-Konzept der „nukleare Teilhabe“ kritisch zu betrachten und haben uns deswegen folgende Fragen im Podcast gestellt: Wieviel Mitsprache hat Deutschland im NATO-Konzept? Hat das Konzept heute überhaupt noch einen militärischen Nutzen? Gäbe es alternative, vielleicht weniger umstrittene Möglichkeiten des militärischen Engagements Deutschlands? 

Folge 15: Saudi human rights activists Lina & Loujain Al-Hathloul

This time talking to Lina Al-Hathloul, Saudi human rights activist and sister of Loujain Al-Hathloul. Loujain was jailed in a Saudi prison for her tireless fight for women’s rights from 2018 until just a month ago. I spoke with her sister Lina about Loujain’s current condition and the physical and psychological torture she had to endure in prison. Lina emphasizes that although Loujain is no longer imprisoned now, she is still not free because she is living in very strict conditions imposed on her by the Saudi government. It becomes clear again and again how important it is that we used our platforms to create awareness for the catastrophic human rights situation in Saudi Arabia.

Folge 14: GRÜNEN JUGEND Hessen Chefinnen Samah Hefny & Deborah Düring

Diesmal im Gespräch mit Deborah Düring, Studentin der Friedens- und Konfliktforschung und Bundestagsdirektkandidatin für den Frankfurter Westen, und Samah Hefny, Studentin der Politikwissenschaft. Zusammen bilden sie die erste weibliche Doppelspitze der GRÜNEN JUGEND Hessen seit 1999.Mit ihnen habe ich darüber gesprochen, warum es im Jahr 2021 immer noch nicht selbstverständlich ist als zwei Frauen einen Vorstand zu führen und wie das mit unseren gesellschaftlich Strukturen zusammenhängt. Dabei haben wir über diskriminierende Strukturen in der Care-Arbeit, im Beruf aber auch in der Außenpolitik, spezifisch wenn es um Kriegs-, Sicherheits- und Friedensfragen geht, diskutiert. 

Folge 13: Brasilien & Bolsonaro mit Luiz Ramalho

Diesmal im Gespräch mit Luiz Ramalho, Soziologe und Experte in deutsch-brasilianischer Entwicklungszusammenarbeit. 1970 ist er vor der brasilianischen Militärdiktatur geflohen und setzt sich seitdem in Deutschland für besserer Verhältnisse in seiner ehemaligen Heimat Brasilien ein.Mit ihm habe ich einerseits über die dramatische Corona-Situation in Brasilien und das Versagen der brasilianischen Regierung im Umgang mit der Krise gesprochen.  Und andererseits haben wir uns mit der autokratischen Entwicklung Brasiliens unter Bolsonaro, Korruption, der Stellung des Militärs und der Evangelikalen und der prekären Sicherheitslage im Land beschäftigt. Aber auch die zunehmende Kapitalisierung des Amazonas und die damit einhergehende Umweltverschmutzung und steigende Gewalt gegen Indigene und andere marginalisiere Gruppen in Brasilien hat uns beschäftigt.

 

Folge 12: storm on the U.S. Capitol with Margaret Coker

This time talking to the great Margaret Coker, editor in chief at the nonprofit and independent news organization ‚The Current‘, who has covered stories from 32 countries on four continents during her two-decade career in journalism. In 2017 she has led a team of Wall Street Journal reporters named as finalists for the Pulitzer Prize in International Reporting.

We spoke about the events of January 6, which was supposed to be the day that Joe Biden became the certified winner of the 2020 presidential election, but instead will now be known as the day that a violent mob stormed the U.S. Capitol. Margaret sheds light on the possible effects and consequences for American democracy overall and what it might mean for the Republican Party and Trumpism going forward.

Folge 11: US-Wahlen mit Dr. Laura von Daniels

In meinem Podcast Frieden & Eintracht international wird es in den nächsten zwei Folgen vertieft um die Folgen der US-Wahlen und die aktuellen Geschehnisse in den USA gehen. 

In meinem ersten Teil der USA-Reihe hatte ich das Vergnügen mit Dr. Laura von Daniels, Stellvertretende Forschungsgruppenleiterin an der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) zur US-Außen- und Sicherheitspolitik, zu reden. Zusammen haben wir über die Auswirkungen des Wahlsiegs Joseph Bidens zum 46. Präsidenten der USA auf die trans­atlantischen Beziehungen gesprochen und dabei den Fokus auf entscheidende Themen in den deutsch-amerikanischen Beziehungen, wie Klimaschutz, Digitalisierung & Datenschutz und internationale Handelsabkommen, gelegt. Aber auch die Frage nach der Rolle der Vizepräsidentschaft und in wie fern Kamala Harris zum Wahlsieg Bidens beigetragen hat, haben wir im Podcast diskutiert. Dabei hat die Corona-Pandemie eine entscheidende Rolle in der Debatte um das Wahlergebnis zischen Trump und Biden gespielt.

Folge 10: Sufismus in Deutschland mit Dr. Maryam Balke & Dr. Galia Díez

Diesmal im Gespräch mit Dr. Galia Díez und Dr. Maryam Balke. Beide eint ihr Engagement im Gemeindevorstand MTO Shahmaghsoudi – Schule des Islamischen Sufismus.

Wir haben über den Sufismus, über ihr Engagement in ihrer Gemeinde und ihre Aktivitäten in Deutschland gesprochen. Galia und Maryam stellen ihre bundesweiten Spendenaktionen vor, erzählten über ihren Alltag als Muslime in Deutschland und gaben einen Einblick darüber, was der Sufismus zum gesellschaftlichen Fortschritt in Deutschland beitragen kann. Wenn ihr eine der großartigen Aktionen der MTO Shahmaghsoudi Gemeinde unterstützen wollten, dann schaut auf ihrer Webseite vorbei:

https://germany.mto.org/

Folge 9: Islamismusbekämpfung mit Daniel Gerlach (QuaranTalk)

Anlässlich der aktuellen Islamismus-Debatte, möchte ich euch mein Gespräch mit Daniel Gerlach aus meiner QuaranTalk Reihe empfehlen. Daniel Gerlach ist Autor, Publizist, Orientalist und Nahost-Experte. Er ist Mitherausgeber und Chefredakteur von Zenith-Magazin – Zeitschrift für den Orient.
Mit ihm habe ich über das Wiedererstarken des Islamischen Staates in Irak und Syrien gesprochen.
Dabei hat uns einerseits die Frage nach der Terrorfinanzierung und den hohen finanziellen Rücklagen der IS-Bewegung durch organisierte Kriminalität in den Bereichen Antikenhandel oder Erdölverkauf interessiert und andererseits die Frage nach der idiologischen Legitimierung des barbarischen Vorgehens des IS und die damit einhergehende Rekrutierung in strukturell schwachen Ländern wie dem Irak.
Ein sehr empfehlenswertes Buch zum Thema Terrorfinanzierung ist: Dirty Entanglements von Louise I. Shelly

Außerdem habe ich in meinem Buch „Was tun gegen Dschihadisten?“ probiert, die „Stückchendebatten“ über Islamismus zusammenzuführen.

Folge 8: Mit Frau Dr. Andrea Despot über die Arbeit der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ)

Diesmal im Gespräch mit Dr. Andrea Despot, Vorsitzende der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).

In Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischen Unrechts engagiert sich die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) für die Überlebenden und setzt sich für Menschenrechte und Völkerverständigung ein. Die Stiftung EVZ ist damit Ausdruck der fortbestehenden politischen und moralischen Verantwortung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft für das nationalsozialistische Unrecht und gegenüber seinen Opfern. Dr. Despot setzt im Podcast den Fokus auf einen der Hauptpfeiler der Stiftung EVZ: Die Verankerung der Geschichte der NS-Zwangsarbeit in der deutschen und europäischen Erinnerungskultur. Dabei sollen vor allem die Opfer zu Wort kommen, damit ihre Erfahrungen im Nationalsozialismus den nachkommenden Generationen vermittelt werden. In unterschiedlichen Projekten unterstützt die Stiftung EVZ verschiedenen Initiativen in Mittel- und Osteuropa sowie in Israel, die die Hilfsbereitschaft für Opfer von Zwangsarbeit und anderem NS-Unrecht lokal und international stärken.

Folge 7: Analphabetismus mit Tim-Thilo Fellmer

Diesmal im Gespräch mit Tim-Thilo Fellmer, Buchautor und Vorstandmitglied im Alfa-Selbsthilfe Dachverband. In Deutschland gibt es über sechs Millionen Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben gelernt haben. Seit Jahren klärt Alfa über die Ursachen und Folgen der Lese- und Schreibschwäche auf und über Möglichkeiten und Erfolge der zweiten Chance. Thilo Fellmer war selbst Betroffener und inspiriert mit seiner Geschichte viele Menschen, denen es ähnlich geht. Wir haben über die Herausforderungen von Lese- und Schreibschwäche im Alltag geredet und ob sich diese durch die Corona-Pandemie erschwert haben. Vieles in unserem Alltag oder während der Pandemie nehmen wir als selbstverständlich wahr, wie beispielsweise Warnhinweise oder die CORONA-App, die ohne Lesefähigkeiten nicht zu bedienen ist.

Uns hat die Frage beschäftigt, was Politik und Gesellschaft tun müssen, um sechs Millionen Menschen ihren Alltag in Deutschland zu erleichtern, das Stigma von Lese- und Schreibschwäche zu nehmen und Betroffene besser zu fördern.

Jede und jeder von uns kann einen kleinen Beitrag leisten und beispielsweise den Alfa-Selbsthilfe Dachverband e.V. unterstützen oder selber Fördermitglied werden.

Folge 6: eSport und Politik mit Hans Jagnow

Diesmal im Gespräch mit Hans Jagnow, Präsident des eSport-Bund Deutschland. Mit ihm habe ich darüber geredet, was eSport eigentlich ist und inwiefern sich der eSport-Bund auf politischer Ebene für eine Anerkennung von eSport als Sportart einsetzt. Neben der polarisierten gesellschaftlichen Debatte über die Anerkennung, ging es auch um Herausforderungen in der eSport-Community selbst. Hans Jagnow erzählt über den Kampf gegen Cheating oder Sexismus im eSport und inwiefern sich der eSport-Bund, für die Überwindung der Gender Gap einsetzt, um mehr Frauen und Mädchen für eSport zu begeistern.

Außerdem haben wir über Jugendschutz und typische Vorurteile gegen eSport, wie der Mangel an Bewegung, gesprochen und Hans Jagnow verrät warum er als Präsident des eSport-Bund Deutschland regelmäßig den Bundestag besucht.

Folge 5: FRAPORT SKYLINERS mit Gunnar Wöbke

Diesmal im Gespräch mit Gunnar Wöbke, Geschäftsführer der SKYLINERS. 
Wir haben über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Profisportclubs, wie die frankfurter Skyliners, gesprochen und was die Politik tun kann, um Basketball- und andere Sportverbände, so unbeschadet wie möglich, durch die Pandemie zu bringen. Gunnar Wöbke erzählt, wie die Meisterschaftsfinalrunde in München für die Skyliners verlief und welche Folgen und Ängste auf Seiten der Spieler und Fans bestehen. 
Zusätzlich haben uns die Zusammenhänge zwischen Profisportclubs und Breitensport interessiert und wie diese unter der Pandemie leiden mussten. Die Fraport Skyliners e. V. haben über 6000 Kinder, mit denen sie Bewegungs- Ernährungs- und Integrationsprogramme, wie beispielsweise „Basketball macht Schule“ durchführen, die während der Corona-Pandemie schwierig zu verantworten waren und ohne die finanzielle Hilfe des Vereins nicht umzusetzen sind. Außerdem haben wir über über Rassismus in Sportvereinen und das Engagement der Skyliners für Vielfalt in den eigenen Reihen gesprochen.
Die Vorbildfunktion und das Engagement der profisportclubs, wie von SKYLINERS, ist wirklich in aller Hinsicht bemerkenswert!

Folge 4: Wahlen in Belarus mit Sergej Sumlenny

Diesmal im Gespräch mit Sergej Sumlenny, Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Kiev und Experte für Belarus
Wir haben einerseits die Frage diskutiert, warum man „Belarus“ und nicht „Weißrussland“ sagen sollte. Die zentrale Frage aber war: Was deutet auf Fälschungen hin und was muss jetzt passieren? Nach der Ergebnisverkündung kam in Belarus zu friedlichen Massenprotesten und Streiks in gegen den Diktator Lukanschenko und für freie und faire Wahlen. Tausende wurden dabei verhaftet , viele von ihnen gefoltert,  hunderte Demonstranten wurden verletzt oder gar getötet. Sergej Sumlenny weist auf viele Anzeichen für Wahlfälschung hin. Und fordert von Deutschland und der Europäischen Union ein Ende des Kuschelkurses. Die Menschen in Belarus brauchen unsere Aufmerksamkeit, aber auch eine klare Ansage, dass nicht nur sie Lukaschenko nicht mehr für den Präsidenten von Belarus halten, sondern auch wir.

Folge 3: Corona & Argentinien mit Cornelia Schmidt-Liermann

Diesmal im Gespräch mit Cornelia Schmidt-Liermann, argentinische Anwältin, Politikerin und Bundesverdienstkreuzträgerin. 
Mit ihr habe ich über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Argentinien gesprochen. Argentinien musste im Julie wieder die Quarantänemaßnahmen wieder stark verschärfen, weil die Zahlen sich in den letzten Wochen fast verdoppelt haben. Dabei stellt die strukturelle Armut in Argentinien eine große Herausforderung da, weil in die vielen argentinischen Slums Hygienezugänge kaum vorhanden sind. Trotzdem sind die Infektionszahlen in Argentinien, im Vergleich zum Rest Südamerikas, niedrig. Das hängt auch mit dem großen Unterschied im Umgang mit der Pandemie zusammen, da Argentinien von vorneherein sich um die Hygienezugänge und die Nachverfolgung der Infizierten in den argentinischen Slums bemüht hat. 
Zusätzlich wirkt sich die Pandemie stark auf die argentinische Wirtschaft und institutionellen Systeme, wie die Justiz, aus und sorgt für steigende Arbeitslosigkeit und politische Spaltung. Außerdem haben wir über die Auswirkungen auf die vielen venezolanischen geflüchteten Menschen in Argentinien und die internationale Pandemiehilfe für Argentinien gesprochen. 

Folge 2: Maisha- Selbsthilfegruppe für Afrikanische Frauen in Deutschland

Diesmal im Gespräch mit Virginia Wangare-Greiner, Mitbegründerin der Organisation Maisha e.V. und ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstorden.  Maisha e.V. kümmert sich um die Selbstorganisation von geflüchteten Frauen und Frauen ohne Papiere. 
Mit Virginia Wangare-Greiner habe ich über die aktuelle Situation der Organisation und der Frauen*, die auf deren Hilfe angewiesen sind, gesprochen. Durch die Corona-Pandemie ist der Zugang zu Gesundheitsversorgung und Sozialleistungen in Deutschland, für geflüchtete Frauen und Frauen ohne Papiere, besonders erschwert wurden und viele betroffenen Frauen* und Familien fürchten um ihre Existenz. Viele schwierige Fälle, von beispielsweise schwangeren, oft alleinerziehenden, Frauen, haben die Organisation während der Quarantänemaßnahmen vor großen Herausforderungen gestellt. Außerdem haben wir über die politische Verantwortung gegenüber betroffenen Frauen und Familien gesprochen und welche unterstützenden Maßnahmen  sinnvoll und greifend währen. 
Virginia Wangare-Greiner betont immer wieder die Stärke der Frauen und ihr heldenhaftes Verhalten. Es sind starke Frauen, die ihr Lebens aufs Spiel setzten, um für sich und ihre Familie eine neue Perspektive zu schaffen. 
 

Folge 1: Taiwan mit Prof. Dr. Jhy-Wey Shieh

Diesmal im Gespräch mit Prof. Dr. Jhy-Wey Shieh, taiwanischer Germanist und derzeitige diplomatische Vertreter Taiwans in der Bundesrepublik Deutschland. Mit ihm habe ich über das taiwanische Gesundheitssystem und Taiwans Umgang mit Covid 19 gesprochen. Taiwan hat als erstes Land vor Corona gewarnt und kein anderes Land konnte die Pandemie so wirkungsvoll ausbremsen wie Taiwan. Neben den politischen Themen habe ich mit Prof. Dr. Jhy-Wey Shieh über seine Karriere als Rapper gesprochen. Check out his style!

Diesmal im Gespräch mit Prof. Dr. Mirjam Wenzel, Literaturwissenschaftlerin und seit 2016 Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt.  Mit ihr habe ich über die Neueröffnung des Jüdischen Museums Frankfurt im Oktober 2020 nach rund fünf Jahren Bauzeit und die erschwerten Bedingungen auf Grund der Corona-Pandemie geredet. Im neuen Rothschild-Palais wird die Geschichte jüdischen Lebens von der Aufklärung und Emanzipation bis zur Gegenwart in Frankfurt erzählt. Mirjam Wenzel erzählt, dass das Team des Jüdischen Museums schon lange die Eröffnung des sanierten Rothschild-Palais mit einer Dauerausstellung auf drei Etagen sowie des Lichtbaus von „staab Architekten“ mit öffentlicher Bibliothek, einem Deli, einem Museumsshop und der ersten Wechselausstellung „Die weibliche Seite Gottes“ vorbereitet hat. Ich hatte das Glück, ein bisschen was von der unglaublich gelungenen Neueröffnung vor dem Lockdown zu sehen und kann jeder und jedem nur eindringlich einen Besuch nach dem Lockdown empfehlen.

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